Vorderrad-Defekt verhindert Podiums-Platzierung bei der Olympia's Tour
Ein Vorderrad-Defekt 20 Kilometer vor dem Ziel der letzten Etappe bei der Olympia's Tour (UCI 2.2) in den Niederlanden verhindert eine Podiums-Platzierung von Alexandre Kess im Gesamtklassement.
Die Rundfahrt startete nicht ganz nach Wunsch mit einem Einzelzeitfahren am Mittwoch, dem ersten Tagesabschnitt. Silas Koech kam als bestplatzierter Fahrer des Teams auf den 25. Platz, jedoch hielt sich der Rückstand mit 33 Sekunden in Grenzen. Trotz dieser Startschwierigkeiten ließ sich die Mannschaft nicht entmutigen und fokussierte sich auf die nächsten Etappen.
Für die zweite Etappe wurde das Ziel ausgerufen, um den Etappensieg zu fahren. Nach rund 25 Kilometern setzte sich eine achtköpfige Spitzengruppe vom Hauptfeld ab, darunter Alexandre Kess, was gemäß der Taktik des Teams so geplant war. Ben Jochum und Alexandre waren zuvor damit beauftragt worden, die Gruppen zu Beginn des Rennens zu kontrollieren und bei möglichen Ausreißversuchen mitzugehen. Die Spitzengruppe konnte ihren Vorsprung dann bis ins Ziel verteidigen, da im Feld immer wieder Uneinigkeit herrschte. Zwei Kilometer vor dem Ziel versuchte Alexandre, sich als Solist von der Gruppe abzusetzen. Der Angriff hielt bis 500 Meter vor der Ziellinie, bevor er von Timo de Jong (Team Volkerwessels Cycling) und Antoine l'Hote (Team Decathlon AG2R La Mondiale Development) eingeholt wurde. Im finalen Zielsprint sicherte sich Alexandre einen starken dritten Platz und rückte damit auch auf den dritten Rang in der Gesamtwertung vor.
Auf der dritten Etappe bestand das Hauptziel darin, Alexandres gute Platzierung in der Gesamtwertung zu verteidigen. Das Team arbeitete hervorragend zusammen, und Alexandre kam gemeinsam mit den anderen führenden der Gesamtwertung im ersten Feld ins Ziel. Diese Teamleistung trug maßgeblich dazu bei, dass er seine Position im Gesamtklassement behaupten konnte.
Auch auf der vierten Etappe konnte Alexandre seinen dritten Platz in der Gesamtwertung erfolgreich verteidigen. Als zusätzlicher Bonus kam Joshua Huppertz als Etappenvierter über die Ziellinie. Die Etappe war besonders hektisch, was nicht zuletzt durch ein Teilstück des Kurses vom „Ster van Zwolle“ bedingt war, der zudem sehr windanfällig war. Zwei Mal verlor Alexandre den Anschluss zur ersten Gruppe, doch das Team arbeitete fantastisch zusammen und brachte ihn wieder zurück. Joshua Huppertz war als Co-Leader stets an der Spitze mit dabei und auch in der achtköpfigen Ausreißergruppe, die sich 30 Kilometer vor dem Ziel formierte. Diese Gruppe kam mit fünf Sekunden Vorsprung ins Ziel. Joshua verpasste das Podium nur knapp und belegte den vierten Platz – eine starke Leistung.
Auf der letzten Etappe der Olympia's Tour lief es dann leider nicht nach Plan. 20 Kilometer vor dem Ziel ereilte Alexandre Kess ein unglücklicher Vorderraddefekt, während er sich in der Spitzengruppe befand. Im finalen Rundkurs, der mit vielen windanfälligen Sektoren gespickt war, gab es keine Möglichkeit mehr, ihn wieder zurück ins Rennen zu bringen. Durch die Barage konnte ihn das Teamfahrzeug zudem nicht schnell genug erreichen. Trotz aller Bemühungen von Ben Jochum und Joshua Huppertz, die noch versuchten, Alexandre zurück nach vorne zu bringen, war es im vollen Finaltempo nicht mehr möglich, seine Position im Gesamtklassement zu retten.
Trotz allem verabschiedet sich das Team erhobenen Hauptes aus der Olympia's Tour. Mit zwei tollen Tagesplatzierungen – Platz 3 und Platz 4 – haben wir eine starke Leistung abgeliefert und gezeigt, dass wir zu den Spitzenmannschaften gehören. Jetzt heißt es, mit voller Energie und Fokus auf die kommenden Herausforderungen im nächsten Monat zu blicken.